Physiotherapeutische Erstuntersuchung incl. Ganganalyse und Ausrüstungscheck

Am Anfang jedes Erstbesuches steht der komplette Check Ihres Pferdes. Neben der Erstanamnese werden zudem die Gelenke des Pferdes getestet sowie der Tonus der Muskulatur geprüft. Auch das Gangbildverhalten gibt wichtige Aufschlüsse über den Zustand des Pferdes.  Eine große Rolle spielt immer die Ausrüstung des Pferdes welche bei der Erstuntersuchung begutachtet und ggf. Änderungen besprochen werden.  


Gelenktest und Mobilisation

 

Gelenkmobilisation bezeichnet eine Bewegungsform, bei der gezielt ein Gelenke im größtmöglichen Bewegungsspielraum bewegt oder mobilisiert wird.  Bewegungseinschränkungen entstehen z.B. nach Verletzungen, Fehlstellungen, Schonhaltungen oder Operationen und werden sanft mobilisiert und der Bewegungsradius somit erweitert.


Massage und Dehnungen

 

Druck (Massagetechniken) und Zug (Dehnungsübungen),

Hierbei werden einzelne Körperbereiche des Pferdes massiert bzw. gedehnt und es wird einen für die Muskulatur optimaler Zustand erarbeitet. Durch das Wechselspiel von Dehnung und Kontrahierung sowie den verschiedenen Techniken der Massage wird die Muskulatur so optimal wie möglich mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, die Durchblutung des Areals gesteigert und anfallende Abfallprodukte werden abtransportiert.  Nur mit einer gut arbeitenden Muskulatur können Höchstleistungen vollbracht und Schäden vermieden werden. Ca.75% der Lahmheiten haben ihren Ursprung in einer nicht richtig arbeitenden Muskulatur!


Stresspunktmassage nach  Jack Meagher

 

Es werden die sog. 24 Stresspunkte des Pferde behandelt die auf jeweils beiden Körperseiten zu finden sind.

J. Meagher ging davon aus, dass sobald einer dieser Punkte schmerzhaft reagiert (also gestresst ist), eine Verklebung von Muskelfasern vorliegt, die mit einer Bewegungseinschränkung des Pferdes einhergeht. Durch das Abtasten und die Behandlung dieser Punkte werden muskuläre Verspannungen gefunden und mit manuellen Techniken beseitigt.

 


Faszientechnik

 

Jeder Muskel ist von einer bindegewebsartigen Hülle - der Faszie umgeben. Sie umhüllen, durchziehen, schützen und verbinden den gesamten Körper. Bei der Unterversorgung der Faszien oder einer längeren Fehlbelastung mit daraus resultierender Überbelastung können die Faszien verkleben. Weiterhin enthalten Faszien sensomotorische Rezeptoren für das Empfinden von Druck, Schmerz, Hitze, Kälte etc. und sind somit in der Lage diese Informationen weiterzuleiten. Verklebungen der Faszien behindern die Verschiebevorgänge und behindern damit die Muskelarbeit.

Bei der Faszientechnik wird die Beweglichkeit der oberflächlichen  Faszien geprüft und bei Bedarf wieder hergestellt. Dies geschieht z.B. durch das Abheben der oberflächliche Hautschicht oder das gegeneinander Verschieben der Haut

 


Wärmetherapie mit Heilmoorpackung
(sog. feuchte Wärme)

Die Wärmetherapie hat ein vielseitiges Anwendungsgebiet. Hierzu  zählen die Muskelentspannung, Verbesserung der Durchblutung, Verminderung der Viskosität der Gelenkflüssigkeit, Verbesserung der Dehnbarkeit des kollagenen Bindegewebes und die Schmerzlinderung.
Als Trägerstoff wird das Heilmoor eingesetzt - dieser speichert die Wärme und gibt sie optimal an das Gewebe ab. Die Heilwärme kurbelt Stoffwechselvorgänge und die Durchblutung an, löst Verspannungen, aktiviert das Immunsystem und wirkt ausgleichend auf das vegetative Nervensystem. 

 Elektrotherapie

Die amplitudenmodulierte Mittelfrequenz-Elektrotherapie mit AmpliMed bedside wird schon seit Jahren erfolgreich in der Veterinärmedizin eingesetzt. Das AmpliMed bedside arbeitet mit einer festen Grundfrequenz von 2000 Hz.

    

AmpliMed nutzt die drei wichtigen Therapie-Frequenzen:

- Mittelfrequenz (Grundfrequenz 2 kHz)

- Niederfrequenz (Amplitudenmodulation 2Hz bis 100Hz)

- Schwellfrequenz (Amplitudenmodulation 1-100 Imp./Min.)

 

Diese Kombination sorgt für eine optimale Durchströmung des Gewebes, so dass die tief liegenden Nerven und Muskeln stimuliert werden können.

 

Mögliche Einsatzgebiete:

•Schmerztherapie
•Reaktive Muskeltonisierung
•Zellgewebsaktivierung
•Durchblutungsförderend
•Lymphrückfluß unterstützend
•Verbesserung der Gewebsernährung und des Stoffwechsel
•Unterstützung der Regeneration

Indikationsbeispiele:

•Wirbelsäulenerkrankungen / Veränderungen
•Kissing spinne
•Arthrosen bei Schale
•Spat HD
•Hufrollenentzündung
•Muskelverspannungen/Muskelerkrankungen
•Muskelatrophie z.B. bei Schonhaltungen, unpassendem Sattel
•Lähmungen
•Wundheilungsstörungen
•Lymphödeme
•Asthmatische Beschwerden
•Veränderungen der Sehnen (nicht entzündlich)
•Nervenschmerzen


Magnetfeldtherapie

 

Während der Behandlung mit der pulsierenden Magnetfelddecke werden elektromagnetische Signale abgegeben. Diese Impulse können individuell und krankheitsbezogen in Frequenz und Intensität eingestellt werden. Sie fördert die Mikrozirkulation im Gewebe
Unterstützend z.B. bei Arthrose, Sehnenerkrankungen, Stoffwechselstörungen, Schmerzen


Schallwellentherapie

 

über das Schallwellengerät werden mechanische Vibrationen mit 50 HZ oder 100 HZ bis zu sechs cm tief in das Gewebe geleitet und somit die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt. Zudem reguliert es den Muskeltonus, lindert Schmerzen und stimuliert das Gewebe. Zusätzlich werden Regenerations- und Reparaturmechanismen angeregt.